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mar

02

may

2017

In eigener Sache: Audios auf unserer Webseite

Um eine Fremdsprache zu erlernen, ist es auch wichtig, das Hören zu üben. Aus diesem Grund haben wir damit begonnen, Audiodateien auf unsere Webseite hochzuladen. Im Moment findet ihr sie unter der Rubrik "Vokabeln" Audioversionen unserer Vokabellisten. Im Laufe der Zeit werden immer mehr Dateien hinzukommen. Viel Erfolg!

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dom

26

feb

2017

Wie bestehe ich ein offizielles Deutsch-Examen?

Warum überhaupt ein offizielles Sprachexamen?

Fast jeder, der eine Fremdsprache lernen möchte, kennt das Dilemma: Man hat Jahre an Energie, Zeit und Geld investiert, und irgendwann ist der Moment gekommen. Der Moment, in dem all die Anstrengungen irgendeinen objektiven bzw. objektiv messbaren Erfolg bringen sollen. Also der Moment für ein offizielles Sprachexamen. Und hier kommt man in aller Regel nicht an den Examen des Goethe-Instituts vorbei.

Natürlich kann man lange über den Sinn solcher Prüfungen streiten. Ob man das Papier wirklich für das Leben braucht, hängt ganz von den persönlichen Umständen ab. Viele Schüler, vor allem die jüngeren, benötigen es aber für den Lebenslauf und ihre weitere berufliche Karriere. Ein Master an einer deutschsprachigen Universität, ein Job in einer deutschsprachigen Firma. Das sind nur zwei Beispiele, in denen der offizielle Titel von Vorteil sein kann - auch wenn offizielle Sprachexamen nicht immer gleichbedeutend mit dem tatsächlichen Sprachniveau sind. Es gibt viele Fälle, in denen eine Person nahezu fliessend Deutsch sprechen kann, aber nicht über den Titel des Goethe-Instituts oder einer anderen offiziellen Institution verfügt. Oder der umgekehrte, und sehr viel häufigere Fall: Eine Person, die das B2-Examen bestanden hat, die aber unfähig ist, eine halbwegs kohärente Unterhaltung auf Deutsch zu führen.

 

Auf eigene Faust oder mit einem Lehrer?

Sprachexamen haben also ihre eigenen Regeln und folgen nicht selten ihrer eigenen Dynamik. Und das bedeutet für viele Schüler, dass sie Strategien entwicklen müssen, um diese Art von Prüfung zu bestehen.

Zunächst ein Wort vorweg: Die wirklich relevanten Examen beginnen erst ab einem Niveau von B1. Zwar bieten viele Institutionen (in Spanien neben dem Goethe-Institut z.B. auch die Escuela Oficial de Idiomas) Examen mit niedrigeren Niveaus. Aber ein bestandenes A1 oder A2 sagt eigentlich nichts anderes als: "Hallo, mein Name ist XY und ich habe ein bisschen Deutsch gelernt." 

Natürlich lohnt es sich, Vorbereitungskurse am Goethe-Institut zu besuchen. Aber nicht für jeden ist das praktisch oder praktikabel. In diesen Fällen empfiehlt es sich, das Examen mit Hilfe eines Privatlehrers vorzubereiten. Im Internet zirkulieren zahlreiche Examensmodelle für die verschiedenen Prüfungen. Auch das Goethe-Institut bietet sie auf seiner Webseite an. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass man die Unterstützung eines Profis braucht, um zu wissen, warum man etwas falsch gemacht hat.

Die offizielen Sprachexamen des Goethe-Instituts haben vier Teile: Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben. Vor allem bei den Modulen Sprechen und Schreiben ist das Feedback eines muttersprachlichen Lehrers wichtig. Bei den Teilen Lesen und Hören könnnen die eigenen Lösungen problemlos mit dem Lösungsschlüssel im hinteren Teil verglichen werden. Trotzdem ist auch hier die Rückmeldung eines Lehrers hilfreich, denn oft weiss der Schüler nicht genau, warum er ein Detail eines Lesetextes falsch verstanden hat.

 

Was ist wichtig, um das Examen zu bestehen?

Vor allem ab dem Niveau B2 ist es meiner Meinung nach absolut notwendig, viel zu lesen bzw. gelesen zu haben. Und zwar verschiedene Arten von Texten: Blogs, Zeitungsartikel, einfache Romane und Kurzgeschichten, aber auch bürokratische Texte wie z.B. Anmeldungen und andere Formulare. Im Examen wird der Kandidat nämlich mit verschiedenen Textsorten konfrontiert, die er nur mit der entsprechenden Lesepraxis verstehen kann. Und viel lesen hat noch andere Vorteile: Es hilft am Ende auch bei der Textredaktion in der schriftlichen Prüfung, denn häufige Lektüre und der Erwerb von passivem Vokabular sind die erste Stufe für die aktive Anwendung in einem Text. 

Beim Examensteil Hören ist es vor allem wichtig, während der Prüfung nicht die Nerven zu verlieren. Der Zeitdruck spielt dabei eine grosse Rolle, denn die Kandidaten wissen natürlich genau, dass sie einen bestimmten Text sofort verstehen müssen. In vielen Fällen sind die Schüler nach der Prüfung sehr verunsichert, aber das ist normal, denn man hat keine Zeit, lange über das Gehörte nachzudenken. Hier bietet die Deutsche Welle mit den Modulen "Top-Thema" und "Video-Thema" ein exzellentes Angebot an Audios und Videos, das ständig erneuert wird. Ideal für alle Kandidaten, die nicht täglich Deutsch sprechen oder nicht in einem deutschsprachigen Land leben.

Bleibt also noch der Teil Sprechen. Und hier ist es wirklich wichtig, mit einem Lehrer oder in einem kleinen Kurs zu üben. Bei der Vorbereitung auf das Examen gilt übrigens: weniger ist mehr. Man sollte also immer die gleichen Formulierungen üben, auch wenn dies für viele extrem langweilig und monoton ist. Besonders positiv wird während der Prüfung bewertet, wenn der Kandidat eine kurze Präsentation gut strukturiert - also mit einer kurzen Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. In aller Regel erhält man aber bereits in den Examensblättern Instruktionen zur Struktur der Kurz-Präsentation. Der zweite Teil einer mündlichen Prüfung ist dann das Gespräch mit den Prüfern des Goethe-Instituts oder mit einem anderen Kandidaten. Und hier ist wichtig: auf die Aussagen des anderen Teilnehmers eingehen, nicht unterbrechen und vor allem: sprechen. Also keine defensive Strategie in Form von Ja-Nein-Antworten. Das produziert zwar wenige Fehler, macht aber einen katastrophalen Eindruck während der Prüfung. Denn sprechen heisst nun einmal sprechen.

 

Ich hoffe, diese ersten allgemeinen Tipps haben dem ein oder anderen bei der Prüfungsvorbereitung ein bisschen weitergeholfen.

 

Viel Glück!

mar

08

mar

2016

Deutschland, das Traumziel?

Vor ein paar Tagen erschien in der spanischen Online-Zeitung "El Confidencial" ein Artikel über die (falsche) Utopie von Deutschland als Jobparadies. Der Artikel erwähnt zunächst das falsche Deutschlandbild, das in zahlreichen spanischen TV-Serien gezeichnet werde. Das Image sei das eines Landes mit einer boomenden Ökonomie, die Wohlstand und Karriere für jeden verspreche, der bereit sei, die deutsche Sprache zu lernen und sich an die merkwürdigen Gewohnheiten der Deutschen anzupassen.

 

Dass dies natürlich meilenweit von der Realität entfernt ist, sollte jedem halbwegs realistischen Menschen klar sein. Dennoch treiben das mediale Bombardement und die fehlenden Perspektiven im eigenen Land nach wie vor viele Spanier (und Südeuropäer) dazu, ihr Glück im Norden zu suchen. Auch wenn es viel weniger sind als angenommen (der Artikel spricht von einer Zunahme der offiziell in Deutschland registrierten Spanier von gerade mal 50.000 in fünf Jahren) gibt es dennoch immer noch viel zu viele junge Leute, die unüberlegte Verzweiflungstaten begehen. Lobenswert ist es daher, dass in Spanien nach und nach ein realistischeres Bild von Deutschland, seiner Wirtschaft und seiner Gesellschaft gezeichnet wird. Den sehr guten Perspektiven für Ärzte, Ingenieure und Informatiker steht nämlich eine problematische Situation in vielen anderen Sektoren gegenüber.  8 Millionen von insgesamt 40 Millionen Stellen sind prekäre Minijobs, ohne berufliche Perspektive und fast ohne soziale Absicherung. Und selbst ohne Minijobs ist es auch für viele "normal und regulär" arbeitende Deutsche nicht einfach, über die Runden zu kommen. 

 

Bleibt zu hoffen, dass dieser und andere Artikel vor allem junge Leute von einem unüberlegten Schritt abhalten. Jeder sollte sich vor dem Wegzug aus seinem Heimatland genau nach seinen Qualifikationen fragen. Man sollte sich gut informieren, ob es mit diesen Qualifikationen auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine reelle Perspektive gibt. Am besten wäre selbstverständlich, den Schritt zur Emigration nicht zu wagen. ohne ein konkretes Jobangebot in der Tasche zu haben. Europäischer Binnenmarkt heißt noch lange nicht, dass die nationalen Arbeitsmärkte jedem Europäer offen stehen.

 

Und natürlich geht es von Anfang an um ein zentrales Thema, das viele Auswanderer vergessen: das Sprachniveau. Kein Job ohne mindestens gute Deutschkenntnisse. Das bedeutet im Klartext ein offizielles Sprachniveau B2. Am besten von einer offiziellen Institution (z.B. dem Goethe-Institut) zertifiziert. B2 bedeutet, dass der Schüler die Grammatik beherrscht, fließend Deutsch spricht, sich über alle Alltagsthemen ohne große Probleme unterhalten kann, dass er den überwiegenden Teil jedes Gesprächs auf Deutsch versteht und auch einfache Mails, Briefe etc. auf Deutsch schreiben kann. Nicht fehlerfrei, aber solide und alltagstauglich. Das sollte keiner von euch vergessen.

 

 

P.S.: Wer diesen Text ohne Probleme versteht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein ausreichendes Niveau, um sich in Deutschland zurechtzufinden.

dom

07

feb

2016

Ebooks für den Deutsch-Unterricht

Lesen ist generell wichtig für den Fortschritt in einer Fremdsprache. Aber am wichtigsten ist es sicher für erwachsene Schüler, die nicht in einem deutschsprachigen Land leben. Hier stellt sich immer wieder die gleiche Frage: wie kann ich mit der deutschen Sprache in Kontakt bleiben? Zeitungsartikel sind oft zu schwierig, das konventionelle Lehrmaterial bringt immer die gleichen Themen, im Radio oder im Fernsehen versteht man oft viel zu wenig. Zu kompliziert, zu langweilig, oft frustrierend. Doch es gibt Alternativen: warum nicht deutsche Literatur für Deutschschüler? Lesematerial mit Übungen und Audiotext. So könnt ihr Lesen, Grammatik, Wortschatz und Hören gleichzeitig üben. Das ist das neue Projekt bei Deutschcoach. Jetzt bei Amazon als Ebook.

 

lun

19

oct

2015

Lasst uns über Geld reden!

In diesem Jahr werden hunderttausende Flüchtlinge und Asylbewerber nach Deutschland kommen. Deutschlehrer für Deutsch als Fremdsprache scheint also ein gefragter Beruf zu sein. Doch die Realität hinter der multikulturellen Fassade sieht leider anders aus. Hungerlöhne und unendlich lange Arbeitszeiten sind an der Tagesordnung. Das Hauptproblem: zu wenig öffentliches Geld und zu viele geldgierige Sprachschulen. 

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/deutsch-fuer-auslaender-integrationslehrer-verdienen-wenig-a-1050672.html

vie

11

sep

2015

Das europäische Jobportal EURES:  Jobs in ganz Europa

Natürlich lernt man auch eine Sprache, um in einem anderen Land leben und arbeiten zu können. Aber seien wir ehrlich: einfach ist das nicht. Auch in einem Land mit einer niedrigen Arbeitslosenquote wie Deutschland muss man die Jobsuche gut vorbereiten. Wichtige Punkte sind neben einem guten Sprachniveau (mindestens B1) auch Ausbildung, Studium, Arbeitserfahrung etc. Ohne diese Qualifikationen können auch Deutschland, die Schweiz und Österreich die Jobhölle sein. Das europäische Jobportal EURES hilft euch bei der Suche. Hier der Link:  https://ec.europa.eu/eures/public/homepage

jue

03

sep

2015

Deutsche Geschichte zum Deutsch Lernen

Ein Blick in unsere Playlist "Deutsche Geschichte" bei YouTube lohnt sich. In den letzten Wochen haben wir sehr viele Videos zur Geschichte der Germanen und des deutschen Mittelalters hochgeladen. Ab Niveau B2. Mehr unter https://www.youtube.com/playlist?list=PLr6O5wfTpax_YDtxDZxsd2uerg_CJShvB

mié

26

ago

2015

Deutsch für Asylbewerber: das Thannhauser Modell

Mehr als 800.000 Asylbewerber werden für das Jahr 2015 in Deutschland erwartet. Ein Teil dieser Menschen wird in Deutschland bleiben, weshalb Integration über Sprachunterricht wichtiger denn je sind. Aber die konventionellen Methoden und Lehrbücher im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF) stoßen in Kursen mit Asylbewerbern oft an ihre Grenzen. Zu kompliziert, zu wenig Platz zum Schreiben, kein Rückgriff auf Englisch als alternative Erklärungssprache. Allesamt elementare Punkte in Kursen mit Schülern aus verschiedenen Ländern, Kulturen und mit oft vollkommen unterschiedlichem Bildungshintergrund.

Eine Gruppe von Lehrern hat nun im süddeutschen Thannhausen ein neues Lehrbuch und neue Konzepte für diese Art des DaF-Unterrichts vorgestellt. Wir von Deutsch-Coach sind der Meinung: dieses Projekt hat Zukunft! 

http://www.deutschkurs-asylbewerber.de/

dom

12

jul

2015

Audiobücher - ideale Ergänzung zur Lektüre

Natürlich braucht man für viele dieser Texte ein gutes Niveau: mindestens B2, aber besser noch C1. Aber vor allem für die Deutschlerner unter euch, die solch ein gutes Niveau haben, jedoch nicht in Deutschland leben und auch keinen regelmäßigen Kontakt zur deutschen Sprache haben, ist diese Methode ideal. Lesen und hören zugleich. Und dazu noch deutsche Literatur und Kultur kennenlernen. Auf unserer YouTube-Seite haben wir damit begonnen, euch ein paar besonders schöne Audiobücher zu präsentieren. Los geht's mit der "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler. Viel Spaß! 

https://www.youtube.com/playlist?list=PLr6O5wfTpax9BahiSO9G8L1D-O2Mv7Als

sáb

13

jun

2015

Globalisierung in deutschen Firmen: keine Chance mehr für Dialekte?

Die Globalisierung bedroht die Dialekte. Zu diesem Ergebnis kommt ein Spiegel-Artikel, in dem Personalchefs ebenso zu Wort kommen wie ein neuer Beruf: Dialektcoaches. Das Resultat: Dialekte sind ein Karrierehindernis. Wer in einer deutschen Firma ganz nach oben will, muss möglichst perfektes Hochdeutsch sprechen. Unglaublich, oder nicht?

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/dialekte-wie-man-fuer-den-beruf-hochdeutsch-lernt-a-1033679.html